PolyMem Silber

Ein Silberverband mit einer außergwöhnlichen Wirkungsweise

Bei Polymem Silber tritt die antimikrobielle Wirkung im Verbandmaterial auf, das menschliche Gewebe / die Wunde werden nicht mit Silber belastet. UmWie aber kann Polymem Silber dann so effektiv bei infizierten Wunden wirken, da sich doch die Keime in der Wunde  befinden? Um dies zu verstehen, müssen wir uns zuerst den einzigartigen Aufbau von PolyMem Silver genauer betrachten.

Das letztendliche Ziel von PolyMem Silver besteht darin, eine infizierte Wunde zu heilen und nicht einfach nur die bakterielle Belastung zu reduzieren.

Wenn der einzige Zweck von PolyMem Silver darin bestehen würde, die bakterielle Belastung in der Wunde zu reduzieren, hätten die Entwickler von PolyMem Silber besser ein Verbandmaterial entwickelt, das eine beachtliche Menge an Silber direkt in die Wunde schüttet. Der Nachteil eines solchen Ansatzes besteht aber darin, daß durch die zytotoxische Wirkung eine große Menge an Fibroblasten und granulierende Zellen getötet und damit die Wundheilung verlangsamt werden würde, was dem Ziel der Wundheilung entgegensteht.

Demnach bestand die Herausforderung darin, einen Weg zu finden, mit dem auf der einen Seite die bakterielle Belastung reduziert und auf der anderen Seite der negative Effekt der Zytotoxizität minimiert werden würde. Darüber hinaus sollte der Wundverband auch in der Lage sein, andere Aspekte abzudecken, die für die Heilung einer Wunde notwendig sind und die Lebensqualität der Patienten verbessert – Temperatursteuerung, Anpassungsfähigkeit des Verbandmaterials, Minimierung von Schmerzen und Geruch.

Im Gegensatz zu anderen Wundverbänden auf der Welt besteht die patentierte Formel von PolyMem Silver aus einer Reihe von Inhaltstoffen:

Es ist bekannt, daß devitalisiertes Gewebe in der Wunde die bakterielle Belastung verschlimmert. Durch ein effizientes und sanftes Reduzieren des devitalisierten Gewebes kann die bakterielle Belastung verringert werden. Um dies zu erreichen, besteht eine Schlüsselfunktion des nicht-toxischen Wundreinigers in der Reduzierung der Grenzmembranspannung zwischen gesundem und abgestorbenem Gewebe. Dadurch wird die Autolyse oder das autolytische Debridement (die Zersetzung und Verflüssigung von devitalisiertem oder abgestorbenem Gewebe durch Enzyme und Leukozyten in dem Exudat) unterstützt, indem die Oberflächenspannung zwischen teilweise degradierten und teilweise verflüssigten Gewebefragmenten und dem Wundbett [1],[2] verringert wird. Mit anderen Worten bedeutet dies, daß, weil die Enzyme das tote Gewebe zersetzen, die oberflächenaktive Substanz an der Schnittstelle arbeitet, um die Abtrennung von Gewebe selbst dann zu unterstützen, wenn dieses noch nicht vollständig aufgelöst ist.

Darüber hinaus trägt der Wundreiniger mit noch weiteren mehreren Vorteilen zur Wundheilung bei:

Glyzerin ist eine hydroskopische Zusammensetzung, d.h., es zieht Wasser in sich selbst an.[10], [11], [12] Glyzerin wirkt physiologisch als Antriebskraft für Heilung und wirkt tief im Gewebe, entfernt von der Stelle der lokalen Anwendung.  Es wird davon ausgegangen, daß Glyzerin an der Oberfläche der Wunde Wasser aus dem Gewebe auf sich selbst zieht, wodurch es einen „Wasserfluß“ von tiefen Gewebeschichten bis hin zur Oberfläche erzeugt. Es wird angenommen, daß dieser „Wasserfluß“ die Heilung des Gewebes vorantreibt.

Zusammen mit dem stark absorbierenden Stärkecopolymer und dem Wundreiniger macht Glyzerin aus PolyMem Silver einen starken Gradienten, der Flüssigkeit und abgestorbenes Gewebe aus der Wunde und in die Schaummatrix zieht, wo dann das nanokristalline Silber wirksam arbeiten kann.


Kurz gesagt – PolyMem Silber verfolgt bei der Förderung der Wundheilung von infizierten Wunden einen ganz anderen Ansatz als die meisten Wundverbände. Während andere Verbandmaterialien (einfach ausgedrückt) zuerst die Infektion töten und anschließend Heilung anstreben (aufgrund des zytotoxischen Effekts) zieht PolyMem Silber auf sehr wirksame Weise die Bakterien (durch die Nekrose, Debris und Flüssigkeit) in das Verbandmaterial und tötet die Infektion dort ab, wodurch die Wunde von Anfang an schnell heilen kann. Selbstverständlich wäre dies ohne die patentierten beinhalteten Wirkstoffe von PolyMem Silber nicht möglich.


PolyMem Silber erfüllt aber auch die anderen erforderlichen Funktionen eines antimikrobiellen Verbandmaterials:


Literaturverweise:

[1] Morison M, Moffatt C, Bridel-Nixon J, Bale S. Nursing Management of Chronic Wounds. 2 edition. London: Mosby

[2] Maklebust J, Sieggreen MY. Pressure ulcers: Guidelines for Prevention and Management. 3rd edition. Springhouse, PA: SpringhouseCorporation. 2001

[3] Hellung-Larsen P, Assaad F, Pankratova S, Saietz BL, Skovgaard LT, Effects of Pluronic F-68 on Tetrahymena cells: protection against chemical and physical stress and prolongation of survival under toxic conditions. J Biotechnol 2000; 76(2-3):185-95.

[4] Zhang Z, al-Rubeai M, Thomas CR. Effect of Pluronic F-68 on the mechanical properties of mammalian cells. Emzyme Microb Technol 1992; 14(12):980-3.

[5] Merchant FA, Holmes WH, Capelli-Schellpfeffer M, Lee RC, Toner M. Poloxamer 188 enhances functional recovery of lethally heat-shocked fibroblasts. J Surg Res 1998; 74(2):131-40.

[6] Baskaran H, Toner M, Yamush ML, Berthiaume F. Poloxamer-188 improves capillary blood flow and tissue viability in a cutaneous burn wound. J Surg Res 2001; 101(1):56-61.

[7] Murrey MT, Chuang AH, Runner RR, Paustian PW, McPherson III JC, McPherson Jr. JC. Pluronic F-68 reduces post-burn edema. Abstract Presented at 3rd Annual Symposium on Advanced Wound Care Richmond, Virginia. 1993

[8] Lee RC, River LP, Pan FX, Ji L,Wollmann RL. Surfactant-induced sealing of electropermeabilized skeletal muscle membranes in vivo. Proc Natl Acad Sci U S A 1992; 89(10):4524-8.

[9] Hokett SD, Cuenin MF, O´Neal RB et al. Pluronic polyol effects on human gingival fibroblast attachment and growth. J Periodontol 2000; 71(5):803-9.

[10] Fluhr JW, Gloor M, Lehmann L, Lazzerini S, Distante F, Berardesca E. Glycerol accelerates recovery of barrier function in vivo. Acta Derm Venereol 1999; 79(6):418-21.

[11] Bettinger J, Gloor M, Peter C, Kleesz P, Fluhr J, Gehring W. Poopsing effects of glycerol on the protective funtion of the horny layer against irritants and on the penetration of hexyl nicotinate. Dermatology 1998; 197(1):18-24.

[12] Goodman LS, Gilman A. The Pharmacological Basis of Therapeutics. Swinyard EA, Pathak MA. Section X Locally-Acting Drugs; Chapter 40 Surface-Actings Drugs. 6th edition. New York, NY: MacMillan Publishing, 1980: 951.