Meerwasser als neue Innovation zur Therapie eines Dekubitus?

Die Behandlung von Dekubitalulcera ist für den Arzt und für das Pflegepersonal immer eine besondere Herausforderung. Dekubiti sind in der Regel stark kontaminiert, kolonisiert oder infiziert von pathogenen Keimen (z.B. solche aus dem Stuhlgang) und weisen häufig in der Anfangsphase der Behandlung zumindest Anteile von nekrotischem Gewebe auf. Ein weiteres spezielles Problem bei Dekubitalulcera sind Taschen- und Fistelbildungen, die in der Wundbehandlung nicht ignoriert werden können, da sich gerade in diesen feuchten und warmen Kammern Bakterien rasch vermehren.

Die Firma Quantummedis aus Liechtenstein hat ein Medizinprodukt entwickelt, dass sich bei der Behandlung von Ulcera verschiedener Art bewährt hat, so auch bei der oft aufwendigen Versorgung eines Dekubitus.

ActiMaris® steht für eine Produktreihe zur Wundreinigung, die auf der natürlichen Basis von Wasser, Meeresalz und nascierendem Sauerstoff (s.u.) besteht. ActiMaris® gibt es als Wundspüllösung, als Wundgel und als Wundreinigungskonzentrat. Nascierender Sauerstoff bedeutet, dass dem Sauerstoff-Atom ein Elektron fehlt, was nur ein Übergangsstatus ist. Bei Kontakt mit Wunde vollzieht sich ein Ausgleich und die „freien Radikale“ zerlegen dabei Keime, die in der Wunde vorkommen. ActiMaris® hat daher nicht nur einen befeuchtenden Effekt, sondern ist auch dekontaminierend und kann beispielsweise bei MRSA eingesetzt werden.

ActiMaris_Produkte_Bild

Darüber hinaus wirkt ActiMaris® abschwellend (osmotisch), reinigend (löst Nekrosen/Beläge), granulationsfördernd, epithelisierend, geruchsdämmend und reduziert Haut-Irritation/Rötungen.

Durch die gute Bio-Verträglichkeit ist auch eine Anwendung über mehrere Wochen bis Monate möglich.

Zur Dekubitusbehandlung bietet ActiMaris® folgende Anwendungsmöglichkeiten: Wundspülungen, feuchte Umschläge zwischen den Verbänden, Applikation des ActiMaris® Wundgels, z.B. auch in Wundtaschen oder Fisteln oder auch Benetzung/Befeuchtung von Verbandsmaterialien wie PU-Schäume, Alginate, aber auch Kompressen (hier ist jedoch ein häufiges Wechseln nötig, da Kompressen schnell austrocknen.)

ActiMaris® kann mit den meisten Materialien kombiniert werden.

Weitere Informationen zu ActiMaris® in Deutschland finden Sie bei

www.Care-Innovations.de , Care Innovations in Lemgo, Tel. 05261 2175895

Die erste Priorität bei Dekubitus ist jedoch die Druckentlastung durch Lagerung, Mobilisation und durch hochwertige Lagerungssysteme! Dies stellt im Grunde die Kausaltherapie dar.

Detlef Bursch, Care Innovations

Moderne, zeitgemäße oder innovative Wundversorgung?

1962 belegte der Biologe Dr. George Winter durch Tierversuche an Schweinen, daß unter einer feuchten Wundbehandlung mit einem okklusivem Verband die Gewebeneubildung bis zu 50 % schneller erfolgt als bei der klassischen Wundbehandlung, bei der die Wunde austrocknet und sich ein Wundschorf bildet.

Diese Erkenntnisse und weitere Forschungen und Produktentwicklungen auf diesem Gebiet haben die Praxis der Wundversorgung total verändert – zum Teil allerdings nur. Wie in kaum einem anderen Bereich der Medizin oder Pflege klaffen in der Wundversorgung Extreme auseinander: Heute, fast 50 Jahre später, finden wir immer noch einen großen Teil an Medizinern, die in der Regel „klassisch“ versorgen, d.h. auf eine trockene Wundheilung setzen. So gilt die feuchte Wundversorgungsmethode nach wie vor als modern, wenn auch schon ein halbes Jahrzehnt alt. Gleichzeitig aber entwickelt die Industrie seit Jahren in rasantem Tempo immer neue Produkte zur Wundbehandlung. Bestimmte Firmen kommen alle 2-3 Monate mit einer neuen Variante auf dem Markt. Auch erfahrene Anwender der modernen Wundversorgung haben Mühe, den Überblick zu behalten über die vielen Neuerungen. Ist das wirklich alles nötig, um modern zu sein?

Es scheint, dass sich durch das überaus große Angebot an immer neuen Artikeln der „modernen Wundversorgung“ für einige Anwender der klassischen Wundbehandlung eine neue Hemmschwelle entwickelt hat, sich überhaupt damit zu befassen. Denn wo will man da anfangen?

Heute ist nicht nur die Frage, ob trockene oder feuchte Wundbehandlung, sondern auch welches Produkt wende ich für welche Wundphase und für welche Funktion an? Was will ich erreichen? Absorbieren, reinigen, debredieren, befeuchten, eine Wundinfektion behandeln, Gewebeneubildung fördern, Geruch minimieren, fixieren, der Wundheilung „einen Kick geben“, Proteasen minimieren, die Wunde abdecken oder tamponieren? Für alles findet der Anwender spezialisierte Produkte. Und die meisten Firmen bieten nach Baukasten-Prinzip die einzelnen Komponenten an, die man auch zusammen kombinieren kann. Dies hat Vor- aber auch Nachteile. Das „Wundburger-Wundmanagement“ ist nicht unbedingt geeignet, den Mediziner mit der klassischen Methode zu einem „modernen“ Wundbehandler zu machen, erweckt es doch den Argwohn teuer, übertrieben und kompliziert zu sein.

Modern ja, zeitgemäß auch, aber bitte einfach und wirtschaftlich! Denn unsere Zeit ruft nach hochwertigen, aber zugleich einfachen und pragmatischen Systemen, die Kosten übersichtlich machen und die breitflächig anwendbar sind!

Herausfordernd aber unvermeintlich stellt sich hier jetzt die Frage zur Diskussion: Ist das Baukastenprinzip vieler Firmen der modernen Wundversorgung im diesen Sinne noch zeitgemäß? Modern, ja – aber auch zeitgemäß? Ist nicht gerade die große Auswahl an spezialisierten Produkten auch ein Schwachpunkt, der Anwendungsfehler häufiger auftreten lässt?

Baukasten oder Komplettsystem?

Ideal wäre ein Monotherapeutikum für die Wundbehandlung, das viele Funktionen in einem erfüllt, für alle Wundphasen einsetzbar ist, nicht teurer ist als die bisherigen Produkte und einfach anzuwenden ist. Praktisch, ein bewährtes Breitband-Wund-Therapeutikum für den ganz normalen Praxis- und Klinikalltag …

Wer jetzt aufmerkt, weil er denkt: „Achtung, Marktlücke! Hier könnte etwas Neues erfunden werden?“ Kann sich wieder beruhigen. Es gibt ein solches Breitband-Wundtherapeutikum bereits und zwar seit 1988!

PolyMem® Quadrafoam™ wurde speziell mit dem Ziel entwickelt, ein Material zur Wundversorgung bereitzustellen, dass viele Funktionen in einem abdeckt und damit Wundversorgung zu vereinfachen.

PolyMem® Quadrafoam™ ist ein grobporiger Schaum, der einen milden, nicht-toxischen Wundreiniger beinhaltet (Poloxamer 188), so dass Wundexsudat absorbiert wird und die Wunde gleichzeitig gereinigt wird. Außerdem beinhaltet PolyMem® Glycerin, was befeuchtend wirkt. Zusammen mit dem Wundexsudat und den Inhaltsstoffen entsteht ein gelartiger Film, der PolyMem umgibt, so dass der Schaumstoff nicht mit dem Wundgrund verklebt. Der Schaum ist sehr aufnahmefähig und gleichzeitig dünn (komfortabel) und füllt den Wundgrund. Für Kavitäten gibt es spezielle Tamponaden. Im Falle von Wundinfektionen kann PolyMem® Silber gewählt werden. Dies ist Polymem mit zusätzlichem nano-kristallinem Silber.

Keine andere Wundauflage erfüllt diese Funktionen in einem, so wie Polymem® Quadrafoam™ es tut:

- interaktive Reinigung

- Befeuchtung

- Absorption

- Ausfüllen und Abdecken

Darüber hinaus regen die Inhaltsstoffe von PolyMem® die Regenerierung beschädigter Zellen an, unterstützen nicht nur das Debridement, sondern fördern auch die Gewebeneubildung.

PM Qudrafoam Aufstellung

PolyMem® kann in allen Wundphasen angewendet werden und bietet durch verschiedenste Formen und Größen Lösungen zur Wundbehandlung des Großteils aller Wundarten.

Somit ist PolyMem® nicht nur ein außergewöhnliches Medizinprodukt unter den Produkten für moderne Wundversorgung, es ist auch im pragmatischen Sinne „modern“, da einfach „zeitgemäß“, weil innovativ.

Haben Sie PolyMem® schon ausprobiert?

Rolle

Dermatologenabend im Klinikum Minden zum Thema Chronische Wunden

Dermatologenabend im Johannes Wesling Klinikum Minden

zum Thema „Chronische Wunden“

Minden. Am 03.02.10 fand im Johannes Wesling Klinikum Minden einer von sechs Dermatologenabenden in diesem Jahr statt. Der Vortrags-Abend hatte als Grundthema: „Die chronische Wunde“. Chefarzt Prof. Dr. med. Rudolf Stadler leitete durch den sehr interessanten Abend, in dem für die anwesenden niedergelassenen Hautärzte Hintergrund-Wissen über die Mechanismen in chronischen Wunden vermittelt wurde, sowie anschauliche Fall-Beispiele dargestellt wurden.

Hauptreferentin Frau Prof. Dr. med. S. Eming von der Universitäts-Hautklinik Köln stellte in ihrem Vortrag „Aktuelles zur Pathogenese chronischer Wunden“ Forschungsergebnisse aus der Arbeit der Uni-Klinik Köln vor. Sie behandelte sehr anschaulich die Frage, warum im Gegensatz zu normal verlaufenden Wundheilungen bei chronischen Wunden die Entzündungsphase nicht „abgeschaltet“ wird, sondern ohne geeignete Therapie in diesem Stadium bleibt. Die Hautklinik der Uni-Köln untersuchte das Verhältnis der Aktivitäten zwischen Proteasen und Wachstumsfaktoren. Generell sind Proteasen notwendig, um Wachstumsfaktoren zu aktivieren, die wiederum für das Zellwachstum entscheidend sind. Deutlich wurde jedoch, dass bei chronischen Wunden die molekularen und zellulären Mechanismen ganz anders verlaufen als bei Wunden mit normalem Heilungsverlauf. In chronischen Wunden bewirken bestimmte Proteasen einen Abbau an Wachstumsfaktoren, beziehungsweise eine negative Veränderung dieser Initiatoren für die Zell-Neubildung, so dass dadurch sogar das Zellwachstum verhindert wird. Bekannt für diesen Effekt sind neutrophile Elastase und Matrix-Metallo-Proteinasen, deren Vorkommen in chronischen Wunden besonders erhöht ist.

Dermatogenabend in Minden

Dermatologenabend in Minden

Die Hautklinik der Uni-Köln untersuchte in diesem Zusammenhang bestimmte übliche Wundverbände, unter der Fragestellung, inwieweit diese einen Einfluß auf die Aktivität dieser Proteasen haben. Sowohl die mittlerweile sehr verbreitete Vakuum-Therapie, als auch der Einsatz von Wundverbänden mit Superabsorbern (getestet wurde ein bewährtes Poly-Acrylat-Wund-Kissen) zeigten, daß durch die kontinuierliche Bindung von diesen für die Wunde schädlichen Enzyme eine erhebliche Verbesserung der Wundheilung erzielt werden kann. Proteasen werden bei Superabsorbern zusammen mit dem Wundexsudat gebunden und bei der Vakuum-Therapie durch konstanten Sog aus der Wunde zusammen mit dem Wundexsudat herausgefördert.

Dabei wäre aber die Schlussfolgerung, dass es eine Wundauflage gibt, die für jede chronische Wunde immer die richtige Therapie ist, eine nicht tragbare Behauptung. Vielmehr unterscheiden sich auch die chronischen Wunden in ihrem Mikro-Milieu. Es würde einen großen Fortschritt in der Wundbehandlung bedeuteten, wenn mit der Bestimmung dieser verschiedenen Milieu-Charaktäre auch von vorneherein die richtige Wundtherapie gewählt werden könnte. Frau Prof. Dr. Eming erwähnte dazu den Bedarf, bestimmte Marker für die chronische Wunde zu entdecken, wie es sie z.B. im Bereich der Tumor-Diagnostik bereits gibt. Die Forschung in diesem Bereich hat jedoch nicht nur das lokale Geschehen im Blick. Es wird auch geforscht, ob es genetische Defekte oder Veranlagungen für das Entstehen von chronischen Wunden gibt. Die Aussicht dafür wäre, bereits Risiko-Patienten zu erkennen und bei diesen Patienten gezielt chronischen Wunden vorzubeugen.

Frau Dr. Krömer-Olbrisch, Oberärztin der Hautklinik im Johannes Wesling Klinikum und Ihr Team stellten danach einige Fall-Beispiele aus der Klinik vor. Deutlich wurde hierbei die Komplexizität der gesamten Thematik „chronische Wunde“, deren Therapie häufig mit mehreren Fachbereichen interdisziplinär übergreift und deren Diagnose ein hohes Grad an Kenntnis Bedarf. So können Hauttumore

wie gewöhnliche Ulzerationen imponieren aber auch komplexe Autoimmunerkrankungen wie

Arzneimittelnebenwirkungen darstellen. Eine Fehl-Diagnose wäre in solchem Falle fatal. Auch das gesamte Therapie-Programm von Ursachen-Behandlung, chirurgischer Unterstützung, systemischer Therapie, der geeigneten Wundauflage und Hilfsmitteln, wie z.B. entlastendes Schuhwerk gehören zur Vorraussetzung für die erfolgreiche Behandlung von komplizierten Wunden.

Zum Ende der Veranstaltung konnten sich die anwesenden Dermatologen über neue Innovationen im Bereich der Wundversorgung informieren. Die Firma Mediset GmbH, Zwenkau bei Leipzig, vertreten durch Care Innovations Medizinprodukteberatung aus Lemgo, stellte PolyMem® Quadrafoam™ sowie das Wundreinigungs-Produkt ActiMaris® vor. Mit beiden Produkten konnten im Klinikum Minden bereits interessante Erfolge in der Therapie von chronischen Wunden erzielt werden. PolyMem® Quadrafoam™ ist ein sehr vielseitig einsetzbarer Wundverband der die vier Funktionen der Wundreinigung (mit dem Wundreinigungsmittel Poloxamer 188), der Exsudataufnahme (mit integriertem Superabsorber), der Wundfüllung (aufquellendes Copolymer) und der Feuchterhaltung (durch Glycerin) in einem einzigen Verband kombiniert. ActiMaris® ist eine neue Wundspüllösung, die auch in Gelform oder als Konzentrat angeboten wird. ActiMaris® besteht aus Meeressalz, naszierenden Sauerstoff und Wasser. Das Meeressalz wirkt hyperosmolar und somit abschwellend, der naszierende Sauestoff in ActiMaris® wirkt antimikrobiell. Da die Bestandteile auf natürlicher Basis bestehen, wird das Produkt im Allgemeinen sehr gut vertragen. Auf dem Hintergrund von Berichten über Resistenzbildungen, nicht nur durch Antibiotika oder Silber, sondern auch durch Antiseptika, ist ActiMaris® eine innovative Alternative in der Behandlung von chronischen Wunden.

Der Dermatologenabend schloss mit positivem Echo der Besucher, die trotz der schlechten Witterung den Weg ins Klinikum nicht gescheut hatten.

leuchtender Schriftzug des Klinikums nach der Veranstaltung

leuchtender Schriftzug des Klinikums nach der Veranstaltung

Dieser Artikel wurde verfasst von:

Detlef Bursch,Care Innovations

Meinberger Str. 5

32567 Lemgo

d.bursch@care-innovations.de

http://care-innovations.de

Welche Kriterien muß ein idealer Wundverband erfüllen?

Folgende Kriterien haben sich mittlerweile durchgesetzt für die Beurteilung der Hochwertigkeit einer Wundauflage:

Es gibt nur wenige Verbände, die dies in sich vereinen.

Spezialform PolyMem Sacral bei Dekubitus

Spezialform PolyMem Sacral bei Dekubitus

PolyMem® Quadrafoam™ erfüllt diese Kriterien und übertrifft z.T. sogar diese Anforderungen. So ist z.B. Polymem® Silver antimikrobiell wirksam gegen 99,9 % aller getesteten Bakterien und Pilze. Die untersuchten Keime repräsentieren jene, die auch im Krankenhaus-Umfeld zu finden sind. So ist außerdem PolyMem durch sein Reinigungsmittel, das Tensid F68 oder auch Poloxamer 188, interaktiv an der Reinigung des Wundgrundes und an der Beseitigung von nekrotischem Gewebe beteiligt. Die Schmerzreduktion unter Verbänden mit PolyMem® sind in vielen Fällen beachtlich. Durch die Reduktion von mehreren Komponenten des Wundverbandes („Wundburger“) auf ein Material werden Kosten reduziert.

Dies sind nur einige Gründe, warum PolyMem® in der Wundversorgung einen festen Stellenwert haben sollte.

Haben Sie PolyMem® schon einmal getestet?

Anwendung von PolyMem Shape mit Markierung des Wundrandes, um Haut-Mazeration zu vermeiden.

Anwendung von PolyMem Shape mit Markierung des Wundrandes, um Haut-Mazeration zu vermeiden.